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Paul Nemecek und Stephan Pernkopf

I. LEISTUNG FÖRDERN. EIGENTUM SCHAFFEN.

Unser Anspruch in der Politik ist und bleibt: „Leistung muss sich wieder lohnen“. Daher muss unseren Bäuerinnen und Bauern unterm Strich mehr bleiben.

  1. Klare Absage zu neuen Steuern auf Haus und Hof. Schutz und Förderung von Eigentum
  2. Ausbau erneuerbarer Energieproduktion und Entwicklung attraktiver Strom- und Einspeisetarife
  3. Wettbewerbsfähige Betriebsmittelpreise
  4. Stärkung und Weiterentwicklung des Pauschalierungs- und Einheitswertmodells

II. WIR SCHAFFEN VERSORGUNGSSICHERHEIT.

Die gemeinsame EU-Agrarpolitik ist eine wesentliche Stütze dazu. Setzen wir jetzt für die kommende Periode die richtigen Schritte.

  1. Stärkung des Versorgungsauftrags in der nationalen und EU-Agrarpolitik sowie Versorgungssicherheits-Gesetzescheck für jedes neue Gesetzesvorhaben
  2. Eigenständige und zweckgebundene Finanzierung der GAP samt Inflationsanpassung sowie ein nationales Sicherheitsnetz für die Finanzierung der GAP-Übergangsjahre
  3. Weiterentwicklung statt Befristung: Abkehr von den 7-jährigen GAP-Perioden
  4. Obergrenzen und Degression samt Umverteilungsprämien nur, wenn EU-weit einheitlich geregelt
  5. Fortführung und Ausweitung des Grundsatzes „green by definition“ für Bio- und konventionelle Betriebe samt Leistungsanreiz für Umweltmaßnahmen
  6. Junglandwirteförderung als Basis für zukunftsfähige Betriebe stärken

III. WETTBEWERBSFÄHIGKEIT UND BÜROKRATIEABBAU JETZT.

Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten oder sogar ausbauen wollen, müssen wir rasch handeln. Dazu gehören gleiche Regeln für alle und ein Abbau der Bürokratie.

  1. Wer in unsere Regale will, muss sich an unsere Regeln halten. Ende der Wettbewerbsverzerrung durch Ramschimporte. Gleiche Regeln im internationalen Handel bedeutet für uns einen Importstopp für Lebensmittel unter unseren Standards (z.B. Einsatz von verbotenen Pflanzenschutzmitteln)
  2. Ausbau und Verschärfung der Kontrollen für Lebensmittelimporte in die EU
  3. Pflanzenschutzmittelzulassungen vereinfachen und beschleunigen (gegenseitige Anerkennung ausbauen, etc.) sowie Ende der „befristeten Zulassungen“ auf EU-Ebene
  4. Absage an wirtschaftsschädliche Regelungen des „Green Deal“ auf EU-Ebene
  5. Praxistauglichere Regeln für Biber, Fischotter und Co.: Überarbeitung der FFH-Richtlinie, NATURA 2000, Birds-Directive
  6. Bürokratieabbau und Ende von unnötigen Dokumentationspflichten

IV. INNOVATIONSTURBO ZÜNDEN.

Wir sehen Forschung und Wissenschaft als Schlüssel für unsere Zukunft. Daher wollen wir bewusst Ziele vorgeben – Versorgungssicherheit als Auftrag.

  1. Rascher, konsequenter Ausbau der Bewässerung und der Wasserinfrastruktur sowie Zukunftsstrategie für unsere Ackerbauregionen
  2. Digitalisierung nutzen, gleichzeitig aber Datenhoheit und Datensicherheit sicherstellen
  3. Sicheren Handy- und Internetempfang durch neue Technologien für alle ermöglichen
  4. Klimawandelangepasste Forschung und Risikomanagement in der Land- und Forstwirtschaft stärken sowie Waldumbau unterstützen
  5. Umstellung auf neue Technologien und Geräte unterstützen sowie Digitalisierung, Automatisierung nutzbar machen

V. KONSUMENTEN INFORMIEREN.

Perspektiven für die Zukunft durch mehr Wertschätzung für die positiven Leistungen der Landwirtschaft in Österreich: Wir erzeugen Produkte mit höchster Qualität und gesicherter Herkunft. Deshalb fordern wir: Wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein.

  1. Ausbau der nationalen Herkunftskennzeichnung in Kantinen und Großküchen
  2. Einführung der Herkunftskennzeichnung bei be- und verarbeiteten Lebensmitteln und in der Gastronomie
  3. Umsetzung des AMA-Gütesiegels für weitere Ackerkulturen
  4. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zu land- und forstwirtschaftlichen Themen (z.B. „Schule am Bauernhof“) ausbauen und stärken
  5. Österreich-Vorrang in der öffentlichen Beschaffung und Offensive für Konsumenteninformation
  6. Weiterentwicklung der PEFC-Herkunftskennzeichnung als starkes Zertifikat für Holz aus Österreich und weitere Forcierung des Holzbaus besonders im öffentlichen Bereich

VI. BÄUERLICHES SOZIALSYSTEM VERBESSERN.

Das bäuerliche Sozialsystem unterstützt nicht nur in Not- und Unfallsituationen. Es ist auch Grundlage für unsere bäuerlichen Familienbetriebe und ihr generationsübergreifendes Denken und Handeln.

  1. Beendigung der Nachteile durch Mehrfachversicherung (z.B. Anrechnung der Beiträge auf die Mindestbeitragsberechnung)
  2. Gleicher Zugang für Bäuerinnen zur Schwerarbeitspension
  3. Kostenbremse bei Sozialversicherungsbeiträgen
  4. Entfall der SV-Beiträge (z.B. 1 Jahr) für Hinterbliebene bei Arbeitsunfällen mit Todesfolge
  5. Erhöhung der Freibetragsgrenze (landwirtschaftliche Nebentätigkeit)
  6. Verdoppelung des SVS-Sicherheits- und Gesundheitshunderters

VII. BILDUNG ALS SCHLÜSSEL UNSERES ERFOLGS.

Unser System der Aus- und Weiterbildung in Österreich ist seit Generationen der Schlüssel für eine erfolgreiche Land- und Forstwirtschaft.

  1. Stärkung der land- und forstwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung vom Fachschüler, Meister bis zum Master (z.B. Fachschul-Investitionsprogramm, Ausbau des Agrar-FH-Studienganges)
  2. Agrarlehrkräfte-Ausbildung neu gestalten: mehr Durchlässigkeit und bessere Integration in bestehende Ausbildungen
  3. Schulung sowie Ausbau der tiergesundheitlichen Befugnisse für Landwirte (z.B. TGD) forcieren sowie die tierärztliche Versorgung sicherstellen
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